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Zeugenberichte


 

Von Seyed Tahmasb, einer bekannten Führungspersönlichkeit der Ahl-e Haqq

„Man hatte mir von einem gewissen Hadj Nemat erzählt, der in Dscheyhunabad erleuchtet wurde und viele Wunder vollbrachte haben sollte. Ich begab mich dorthin, um dies zu überprüfen. Zahlreiche Menschen warteten in einem geräumigen Zimmer, um ihn zu treffen. Es war nur noch ein schmaler Platz übrig, nahe der Tür, neben einem in Lumpen gekleideten, sehr schmutzigen Greis. Innerlich dachte ich, ein Mensch meines Ansehens soll sich unter diese Leute mischen, als wären sie seinesgleichen! Nach 10 oder 20 Minuten kam Hadj Nemat. Es war seine Gewohnheit, bevor er sich setzte, zunächst im Raum seine Runde zu machen und die Hände der anwesenden Personen zu küssen. Als ich an der Reihe war, küsste er meine Hände und sah mich an, ohne ein Wort zu sagen. Dann ging er zu dem zerlumpten Greis, dessen Name Hussein-Ali war, küsste herzlich dessen Hände und sagte zu ihm: Mein Freund, wie lieb und teuer Du mir doch bist und die, die sind wie Du; es ist Dein Glaube, den ich liebe! Vergiss all die Großturbanköpfe, die sich nur um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern…‘. Nachdem er alle Anwesenden begrüßt hatte, setzte er sich, wandte sich zu mir und fragte: ‚Ich kenne diesen Herrn nicht, wer mag das sein?‘ Ich antwortete: 'Ich bin genau einer dieser Großturbanköpfe!‘ Erklärend fügte Hadj Nemat hinzu: ‚Hier ist das Reich der Wahrheit, und vor Gott sind alle Menschen gleich. Sieh Dir diesen Mann neben Dir in seinen Lumpen an – schau‘ mal, welchen Platz er bei Gott hat!‘“



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