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Werke > Ziya ol-Qoloub


Erleuchtung der Herzen ist in persischer Prosa verfasst und wurde von Hadj Nemat im September 1919, in den letzten Monaten seines Lebens, vollendet. Der Inhalt der 186 Seiten wendet sich insbesondere an all jene, die mehr über die Bräuche, Rituale und Glaubensüberzeugungen der Ahl-e Haqq wissen möchten. Es enthält die Geschichte des Ordens, seine Prinzipien, Gesetze, Ge- und Verbote, Zeremonien und Rituale sowie Informationen über das, was als erlaubt oder unerlaubt gilt. In den Quellenangaben wird aus dem Koran zitiert sowie aus den islamischen Traditionen; an einigen Stellen nimmt der Autor Bezug zu den exoterischen Gesetzen, die von Mohammed erlassen wurden.

Am Ende dieser Arbeit fügt Hadj Nemat eine kürzere Abhandlung hinzu, die Ziya ol-Oyoun [Erleuchtung der Augen] heißt und eine Fortsetzung von Erleuchtung der Herzen zu sein scheint. Darin diskutiert er die praktischen Rituale der Ahl-e Haqq, wie Fasten, Opfergaben, zeremonielle Bräuche für das spezielle Segnen der Opfergaben, Tieropfer und ähnliches.

Einer der Punkte, die in dieser Abhandlung hervorstechen, ist das Trinken von Tee. Hadj Nemat schreibt: „[U]nd ich habe das Teetrinken verboten, zum einen, weil es für den physischen Körper und das finanzielle Wohl schädlich ist, und zum anderen, weil ich meinen eigenen Weg von anderen unterschieden wissen wollte, so dass die Suchenden des Herrn des Zeitalters in der Welt auffallen, denn der Weg dieses Bescheidenen [Hadj Nemat] ist nun im Namen des Herrn des Zeitalters errichtet worden; ansonsten ist Tee nichts Unerlaubtes...“

Hadj Nemat betrachtete sich selbst als Dschafari Schiit und betonte, dass man „alles, was im Koran festgesetzt wurde und was sich auf Erlaubtes oder Unerlaubtes bezieht,“ beachten solle, „denn er ist der ewige und letzte göttliche Beweis, der weder widerrufen noch für nichtig erklärt werden kann.“

Es ist anzumerken, dass Hadj Nemat im Zuge dieser Abhandlung die Leser auffordert, sich dem Göttlichen zu nähern und Ihn mit Reinheit, Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit anzubeten. Er betont die Tatsache, dass es nicht Worte sind, die uns auf dem göttlichen Weg vorankommen lassen, sondern Taten und die Suche nach der göttlichen Zufriedenheit.

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